Altersarmut: Immer mehr Rentenempfänger müssen vom Sozialamt unterstützt werden

Altersarmut: Immer mehr Rentenempfänger müssen vom Sozialamt unterstützt werden

Wie der Tagesspiegel berichtet, sind immer mehr Rentner auf die Grundsicherung vom Sozialamt angewiesen. Aktuell ist die Zahl auf 1,08 Millionen gestiegen – ein Plus von 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei machen Erwerbsminderungen 48 % aus und Altersarmut 52 % - das bedeutet, dass etwa 560.000 Menschen über 65 Jahre Sozialhilfe benötigen. Vergleicht man diese Zahl mit der von vor 10 Jahren, ist dies ein Plus von 150.00 Menschen. Viele Fachleute nun sind zusätzlich der Meinung, dass diese Zahlen nicht vollständig sind, da viele Menschen von Altersarmut betroffen sind und auf soziale Leistungen des Staates verzichten – hierbei handelt es sich nach ungefähren Einschätzungen des Sozialverbandes VdK um bis zu 50 % der Bedürftigen. Diese Menschen befürchten unter anderem, dass das Sozialamt dann Geld bei ihren Kindern einfordert. Dies allerdings passiert nur, wenn das Einkommen der Kinder über 100.000 Euro per anno übersteigt.

Niedrigzinsen belasten Millionen Deutsche

Niedrigzinsen belasten Millionen Deutsche

Ein aktueller Bericht des Fachmagazins „Das Investment“ zeigt auf, dass die schon so lang anhaltende Niedrigzinsphase Millionen Deutsche stark belastet. Uwe Günther - Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer von BPM - Berlin Portfolio Management – meint, dass die aktuelle Zinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank) deutlich schlimmere Auswirkungen hat, als allgemein angenommen wird. Anlass sind die vor kurzem erfolgten Berechnungen der Bundesbank über die Zinsverluste von Anlegern sowie Zinsgewinne resp. Einsparungen auf staatlicher Seite. Errechnet wurden beispielsweise Einsparungen des Staates durch die Nullzinspolitik von mehr als 368 Milliarden Euro – das ist höher als der gesamte Bundeshaushalt für 2019. Für Anleger und Bürger hingegen sind auf vielen Ebenen Probleme durch die Nullzinspolitik entstanden. Privatanlegern wird häufig geraten, in Aktien zu investieren – doch dies ist nicht in jedem Fall möglich bzw. sinnvoll. Viele Menschen fragen sich, ob sparen überhaupt noch sinnvoll ist.

Sorgenfreie Rente: So viel Geld ist notwendig, damit es sich später gut leben lässt

Sorgenfreie Rente: So viel Geld ist notwendig, damit es sich später gut leben lässt

In einem aktuellen Artikel des focus wird beispielhaft vorgerechnet, wieviel Geld notwendig ist, um sorgenfrei in Rente gehen zu können und nicht auf die gesetzliche Rente angewiesen sein zu müssen. Als Faustformel gilt hierfür zunächst einmal, dass man ca. das 25-fache des heutigen Jahresbudgets dafür benötigt - doch es gilt auch, die Inflation und das tatsächlich zu erwartende Lebensalter zu berücksichtigen. Erhält man Leistungen aus der gesetzlichen Rente, mindert dies die Sparanstrengungen. Diese und andere Einflussfaktoren machen eine realistische Berechnung schwer. Der focus-Artikel beschäftigt sich deshalb einmal ausführlich mit dieser Thematik. 

Altersarmut betrifft 20 % aller Rentner

Altersarmut betrifft 20 % aller Rentner

Wie die Zeit online berichtet ist etwa jeder fünfte Rentner in Deutschland von Altersarmut betroffen. Diese Zahlen beruhen auf dem regelmäßig durchgeführten Mikrozensus – einer Befragung von ca. 400.000 Haushalten in Deutschland. Die Armutsgefährdung wird dabei so definiert, dass in den betreffenden Haushalten weniger als 60 % des Medianeinkommens (mittleres Einkommen) zur Verfügung steht. Dabei sind laut Erhebung insbesondere Alleinerziehende, Arbeitslose und kinderreiche Familien überdurchschnittlich stark gefährdet. Eine Aufbesserung dieser traurigen Zahlen ist bislang nur durch die Einkommen von Pensionären erfolgt. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung sind mit 19,5 % aller Rentnerhaushalte mehr Rentenbezieher von Altersarmut betroffen als allgemein angenommen – so reichte eine bisherige Schätzung nur bis ca. 16 %. Die Lage ist also tatsächlich schlimmer als bisher gedacht.

Schuldneratlas bescheinigt zunehmende Altersarmut 

Schuldneratlas bescheinigt zunehmende Altersarmut 

Wie in einem aktuellen Artikel von cash-online zu lesen, sind immer mehr Senioren von der Altersarmut betroffen. Der von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform veröffentlichte Schuldneratlas bescheinigt Überschuldungsprobleme insbesondere bei Senioren und weiblichen Personen, sowie in bestimmten Regionen Deutschlands. Insgesamt war 2018 ein Anstieg der Überschuldungsfälle zu beobachten – derzeit liegt die Zahl bei ca. 6,93 Millionen Privatpersonen. Davon sind 5,82 Millionen Menschen in Westdeutschland und 1,11 Millionen in Ostdeutschland betroffen. Die Zahl der Überschuldungen stieg somit zum fünften Mal in Folge seit 2014. Bei der sogenannten Überschuldungsquote hat sich bei einem aktuellen Stand von 10,04 % kaum eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Der Schuldneratlas stellt Schuldnerquoten dar (Personen mit Negativmerkmalen im Verhältnis zu allen Personen ab 18 Jahren) und wird jährlich von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ermittelt.