Bundesbank sieht keine Preisblase am Immobilienmarkt

Ein aktueller Artikel der Wirtschaftswoche beschäftigt sich mit dem Thema, ob es auf dem deutschen Immobilienmarkt eine Blasenbildung gibt. Nach Angaben vom Handelsblatt online sieht die Bundesbank keine Gefahr in Form einer Blasenbildung hierzulande. Dieses Thema wird derzeit viel diskutiert, weil die Kaufpreise für Immobilien bzw. Wohnungen in Deutschland – vor allem in Großstädten – immer weiter anziehen. Trotzdem können die Fachleute der Bundesbank keine „gefährlichen Übertreibungen“ ausmachen. Hinzu kommt, dass es keine ausufernde Kreditvergabe gibt und auch keine Einschränkungen bzw. Herabsetzungen der Vergabebedingungen für Immobilienkredite beobachten werden können. Die Vizepräsidentin der Bundesbank – Claudia Buch – erklärte dazu, dass die Finanzbranche auch weiterhin Kredite mit Augenmaß vergebe. Auch wenn die günstigen Zinsen aktuell verlockend seien, müssten sich Käufer darüber im Klaren sein, dass bei wieder anziehenden Zinskonditionen die Bewertungen bzw. Preise am Markt zurückgehen können. Somit könnten sich vorschnell abgeschlossene Finanzierungen später als „nicht nachhaltig“ herausstellen, so die Vizepräsidentin.



Andreas Schrobback: Immobilienkäufe immer sorgfältig planen


Trotz der durchaus positiven Einschätzung der Bundesbank müssen Immobilieninteressenten auch selbst darauf achten, einen eventuell geplanten Immobilienerwerb sorgfältig zu planen. Insbesondere der private Erwerb von Immobilieneigentum ist in den meisten Fällen eine stark lebensbeeinflussende Entscheidung. Dies gilt nicht nur für die finanzielle Seite, sondern hat auch Einfluss auf die Gestaltung des privaten Wohn- bzw. Lebensumfelds und eine eventuelle Familienplanung. Der Berliner Immobilien- und Kapitalanlagefachmann Andreas Schrobback ist schon seit vielen Jahren erfolgreich auf dem deutschen Immobilienmarkt aktiv. Für ihn ist es selbstverständlich, jedwede Investition sorgfältig zu prüfen. Eine entsprechende Finanzierungsplanung sollte in jeden Fall im Vorfeld durchgeführt werden, damit sichergestellt ist, dass die geplante finanzielle Belastung zu den persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen passt. Hinzu kommen die Beurteilung der Immobilie, die Planung und Vergabe der notwendigen Arbeiten und das Management der Nebenkosten und der steuerrechtlichen Angelegenheiten. Wer dies nicht alles selbst leisten kann, ist gut beraten, sich einen entsprechenden Fachberater zu Seite zu nehmen. Egal ob die Immobilie zur eigenen Nutzung oder zur Vermietung angeschafft wird – nur durch eine optimale Planung ist sichergestellt, dass das Projekt am Ende auch erfolgreich verläuft.


Hintergrund: Stark steigende Immobilienpreise


Die aktuelle Diskussion über stark steigenden Immobilienpreise sollte also laut Bundesbank nicht überbewertet werden, da im Moment keine akuten Warnsignale für eine Blasenbildung ausgemacht werden können. Die seit Jahren steigenden Preise betreffen in der Regel auch nur die Großstädte bzw. die Ballungsgebiete in Deutschland – also z. B. Berlin, München oder Frankfurt. Auf dem Land hingegen sind solche Preistendenzen so gut wie nicht auszumachen. Vor dem Erwerb einer Immobilie sollte man sich natürlich darüber informieren, wie die Preisentwicklung für die angestrebte Lage in der Vergangenheit verlaufen ist. Dabei ist entscheidend, wie hoch die Nachfrage und das Angebot in der jeweiligen Region sind. Damit kann man einen Anhaltspunkt erreichen, jedoch gibt es natürlich keine sicheren Aussagen, was die zukünftige Entwicklung angeht. Nach Einschätzung der meisten Fachleute gibt es derzeit allerdings keine allgemeine Gefahr, was das Platzen einer Immobilienblase angeht. Somit gilt auch heute, was schon seit sehr vielen Jahren im Zusammenhang mit einem Immobilienerwerb von großer Bedeutung ist: Nur eine gut durchdachte Planung unter Berücksichtigung der individuellen, finanziellen Verhältnisse und hinreichender Information über die Immobilie sowie die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen können die Basis für eine erfolgreiche Transaktion bilden. 

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